Hinweisen nicht nachgegangen? Anwalt der Familie macht Polizei schwere Vorwürfe

[Trier]
dpa Hinter diesem Wohnhaus (vorn) wurden in Trier an einem schwer zugänglichen Steilhang bei Rodungsarbeiten menschliche Knochen und Kleidungsstücke von Tanja Gräff gefunden
 

„Keine Spuren von Gewalteinwirkung“, „keine belastbaren Hinweise“: Mit diesen Worten haben Trierer Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen im Fall Tanja Gräff für beendet erklärt. Der tödliche Sturz der 21-Jährigen von einer rund 50 Meter hohen Felswand sei mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Unfall gewesen.
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Fall Tanja Gräff abgeschlossen Tod der Trierer Studentin wird als Unfall bewertet

Mit Zeitungsberichten und Fotos erinnert eine Gedenkstelle an der Hochschule Trier an die Studentin Tanja Gräff. dpa – Mit Zeitungsberichten und Fotos erinnert eine Gedenkstelle an der Hochschule Trier an die Studentin Tanja Gräff.

Trier –

Tanja Gräff war plötzlich verschwunden, im Dunkel einer lauen Sommernacht wie vom Boden verschluckt. Nach einem Fest der Hochschule Trier am 7. Juni 2007 kehrte die 21 Jahre alte Studentin nicht mehr in ihr Elternhaus in Korlingen bei Trier zurück. Jahrelang beschäftigte das Verschwinden der jungen Frau Polizei und Öffentlichkeit – als Kriminalfall. Vor gut zwei Jahren wurden zufällig die sterblichen Überreste von Gräff am Fuß einer steilen Felswand in Trier-Pallien gefunden. Nun dürfte die Staatsanwaltschaft Trier die Akte Gräff schließen – und wohl als Unfall ablegen. „Fall Tanja Gräff abgeschlossen Tod der Trierer Studentin wird als Unfall bewertet“ weiterlesen

Fall Tanja Gräff: Letzte Zweifel bleiben

(Trier) Nach zehn Jahren stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zum rätselhaften Verschwinden und Tod der Trierer Studentin ein. Dabei sind längst nicht alle Fragen geklärt. 

28.06.2017, Rolf Seydewitz

Die beiden entscheidenden Sätze sagt Triers Leitender Oberstaatsanwalt Peter Fritzen gleich zu Beginn der Pressekonferenz: Die Ermittlungen im Fall Tanja Gräff hätten keine belastbaren Hinweise ergeben, dass die 21-jährige Studentin einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sei. Und: Das Verfahren wegen Verdachts eines Tötungsdelikts sei am vergangenen Donnerstag eingestellt worden. „Fall Tanja Gräff: Letzte Zweifel bleiben“ weiterlesen

Frauenschreie an den roten Felsen – Wie der Fall Tanja Gräff mit einem Schallexperiment in Trier weiter untersucht wird

(Trier) War es Tanja, die ein Zeuge in der Nacht ihres Verschwindens schreien hörte? Um das herauszufinden, haben die Ermittler in der Nacht zum Montag am roten Felsen mit Schall experimentiert.  Dossier zum Thema: TANJA GRÄFF

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Ein Knochenfund – und viele Fragen

Trier – Das Haus mit der Nummer 74 an der Bonner Straße in Trier ist ein schmuckloser Betonbau aus den 80er Jahren. Wie Schuhschachteln kleben die kleinen, fahlgelben Balkone an der Fassade. Vor dem Haus tobt der Verkehr der E 53 Richtung Zentrum. Direkt dahinter ragt eine Wand aus Stein in den Himmel. Den „roten Felsen“ nennt man in Trier an der Mosel den rund 50 Meter hohen Steilhang aus Buntsandstein, der so nackt und glatt ist, dass nur ein paar Büsche mühsam Halt an ihm finden. „Ein Knochenfund – und viele Fragen“ weiterlesen

Fall Tanja Gräff: Mutter äußert Vorwürfe gegen Ermittler

TRIER. Am Fronleichnamstag 2007 kommt Tanja nicht nach Hause. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus. Vor einer Woche wurde Tanja Gräffs Skelett gefunden.

Von Wolfgang Kaes, 18.05.2015

Das war nicht immer so. Viele Jahre lebte die heute 58-Jährige hier glücklich mit Mann und Kind. Ihr Mann Karl-Hans starb vor zwei Jahren. „Aus Gram“, sagen ehemalige Arbeitskollegen. „Weil er seine geliebte Tochter verloren hat. Das einzige Kind.“ „Fall Tanja Gräff: Mutter äußert Vorwürfe gegen Ermittler“ weiterlesen

E-Mail erhalten

Folgende E-Mail erhielt ich am 03.03.2011:

Liebe Betreiber der Suchseite für Tanja Gräff,

ich kann zwar sicher nichts zur Aufklärung dieses einzigartigen Vermisstenfalls beitragen, möchte aber es doch nicht versäumen – wozu Sie auch auf Ihrer Webseite einladen -, ein paar Gedanken auszusprechen und ein paar Fragen, auf die ich in der Berichterstattung zumindest in dieser Form noch nicht gestoßen bin, aufzuwerfen. Vielleicht – so unwahrscheinlich das auch sein dürfte – kann aber davon Einzelnes doch einen neuen Denkanstoß geben. Viel mehr als die abschließende Ermunterung wird es freilich wohl auch nicht bringen.
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Als hätte sich die Erde aufgetan und sie verschluckt

Von Simone Kaiser, Trier

Vor drei Jahren feierte die Studentin Tanja Gräff auf der Sommerfete der Fachhochschule Trier. Gegen vier Uhr früh telefonierte sie zuletzt mit einem Freund – seitdem fehlt von der 21-Jährigen jede Spur. Für ihre Eltern ist es, „als wäre die Zeit stehengeblieben“.

Für Bernd Michels ist der Tod kein Unbekannter. Er war noch ein kleiner Junge, gerade einmal elf Jahre alt, als seine Mutter starb. Er ist auf einem Bauernhof aufgewachsen, hat schon als Kind gelernt, das Pferd anzuspannen und das Feld zu pflügen. Bernd Michels sagt über sich selbst, er sei außergewöhnlich „belastbar“. 44 Dienstjahre und einen Monat lang war er bei der Polizei, rund 25 Tötungsdelikte hat er als Kommissariatsleiter bearbeitet – jedes Jahr.

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Der letzte Zeuge

Heute vor elf Monaten besuchte Tanja Gräff das Sommerfest der Fachhochschule auf dem Schneidershof. In den frühen Morgenstunden des 7. Juni 2007 verliert sich dann die Spur der damals 21 Jahre alten Studentin. Rätsel gibt nach wie vor besonders eine Beobachtung unweit des Drachenhauses auf: Dort wurde Tanja Gräff nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen das letzte Mal gesehen – in Begleitung eines schwarzhaarigen Mannes, der wenig später am Steuer eines dunkelblauen Peugeot saß. 16vor sprach mit dem bis dato letzten Zeugen des Vorfalls auf dem Stuckradweg.

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